Mittwoch, 9. März 2016

[Kathy] Rezension - Mein Leben nebenan von Huntley Fitzpatrick



Inhalt:
Alice Garretts Leben besteht aus To-do-Listen und Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister. Nichts passt weniger in ihr Leben als der zu Hause rausgeflogene Loser-Freund ihres Bruders Tim. Ein Schulabbrecher mit jeder Menge Problemen – ausgerechnet er zieht nun über der Garage der Garretts ein. Tims Planlosigkeit geht Alice so was von auf die Nerven – und gleichzeitig fühlt sie sich immer wieder magisch zu ihm hingezogen ...
Amazon Verlag

Meine Meinung:
Als ich hörte, dass Huntley Fitzpatrick ein neues Buch rausbringen würde, war ich hin und weg. Ihre anderen Bücher habe ich verschlungen und geliebt. Vor allem, als dann klar war, dass es einen zweiten Teil von Jase und Sam geben würde bzw. mit anderen Protagonisten aus deren Umfeld, war ich richtig begeistert. Das Thema des Buches sprach mich an, das Cover sah mal wieder wunderschön aus und ich widmete mich dann schließlich den knapp 500 Seiten.

Und ich habe es geliebt. Von der ersten Seite bis zum Ende des Epilogs. Das Buch wurde in einem Rutsch, an einem Tag von mir ausgelesen.
Als ich das Buch begann war ich etwas "aus der Bahn geworfen", weil es aus der Sicht des männlichen Protagonisten Tim geschrieben war. Ich habe die Erfahrung, dass mich diese Bücher, wenn sie aus der männlichen Sicht geschrieben wurden, nicht so begeistern können, als wenn es die weibliche Sicht ist. Ich war etwas enttäuscht. Allerdings legte sich das dann recht schnell, als ich merkte, dass die Autorin abwechselnd aus den Sichten schrieb und auch Alice zu Wort kam. Das mag ich immer sehr. So bekam man Einblicke in beide Gefühlswelten.
Während ich also heute las und gar nicht merkte, dass die Zeit und die Seiten immer mehr wurden, war ich richtig in der Geschichte gefangen. Tim und Alice hatten mich mit auf ihre Reise zur Garrett-Familie genommen. Und all was dort passierte, berührte mich sehr. Es ist während dieses Lesens in diesem Buch so viel passiert. Es wurde nie langatmig und konnte mich die ganze Zeit bei Laune halten.
Das Ende war genau so wie es war sehr realistisch und hat irgendwie ein trauriges, gleichzeitig aber auch ein glückliches, aber vor allem ein rundes Ende gefunden. Es hat mich sehr zufrieden zurück gelassen.

Die Charaktere des Buches waren unheimlich echt. Alice und die ganze Garrett-Familie habe ich sehr in mein Herz geschlossen und konnte mich sehr begeistern. Egal, wieviele Kinder (in der Zeit 8 Stück) in diesem Haus umsprangen, man merkte einfach, dass Liebe, Helfen und Füreinanderdasein in dieser Familie ganz groß geschrieben wurde. Alice ist unheimlich erwachsen, übernimmt die Aufgaben ihrer Eltern, hat immer ein offenes Ohr für die Probleme ihrer Geschwister und wirkt dabei immer noch sehr lieb und fürsorglich. Auch wenn sie sich selbst ab und an vergisst, bleibt sie ihren Prinzipien treu, entwickelt sich aber auch in bestimmten Situationen weiter.
Tim hat das Bad Boy-Image gepachtet, glaube ich. Und anfangs war ich auch sehr skeptisch, als ich ihn kennen lernte. Seine Sprüche nervten mich und er war echt ein Ar*sch. Allerdings halfen seine Worte aus seiner Sicht mir unheimlich ich und seine Fassade kennen zu lernen. Er wächst sehr mit seinen Aufgaben und macht unheimlich viel aus sich selbst und seiner Zukunft. Ich habe ihn zum Ende hin sehr geliebt.
Die Nebencharaktere machen diese Geschichte erst zu dem, die sie ist. Ohne sie hätte dieses Buch nicht funktioniert und alle sie sind unheimlich wichtig.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich emotional sehr berührt hat, ständig wichtige Themen behandelt, die die aktuelle Jugend bewegt und vor allem das Thema Familie und Füreinanderdasein toll darlegt.
Hat mich sehr gefesselt.

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