Dienstag, 9. Juni 2015

[Sandra] Rezension zu "Hokus Pokus Zauberkuss" von Karen Clarke

"Hokus Pokus Zauberkuss" von Karen Clarke, 285 Seiten, Verlag: Goldmann, Softcover, ISBN: 978-3-442-47595-7

Inhalt: 
Josie wünscht sich zum 27. Geburtstag von ihrem Freund Will einen Heiratsantrag - stattdessen bekommt sie ein selbstgebasteltes Armband. Und sowieso ist Will seit kurzem nicht mehr der Will, den sie kannte. Er möchte jetzt Zen genannt werden, arbeitet ehrenamtlich in einem Eselsheim und meditiert.
Und auch sonst läuft bei Josie nicht alles ganz rund: Sie muss dringend einen Drehort für ihren Job finden und ihre beste Freundin ist nur noch mit ihrem schreienden Baby beschäftigt, das längst hätte abgestillt werden müssen.
Doch dann schenkt ihre Oma ihr ein Zauberbuch und Josie hat 9 Wünsche frei...

Charaktere:
In einigen anderen Rezensionen, die ich gelesen habe, wurde kritisiert, dass Josie ein ziemlich oberflächlicher Charakter ist. Das hat mich jedoch gar nicht mal gestört. Ja, sie ist nicht allzu tiefgründig und ja, vielleicht denkt sie auch oft nur an sich - aber alles in allem sind ihre Probleme eigentlich ganz nachvollziehbar und ich hatte mit ihr beim Lesen keine Schwierigkeiten.
Auch die anderen Charaktere konnte ich mir alle ganz gut vorstellen.
Da ist Josies Freund Will, der fortan Zen genannt werden will und sich ein bisschen benimmt, wie ein Hippie, und Josies beste Freundin Lara, deren Nerven völlig blank liegen, weil ihr Sohn nur noch schreit. Außerdem geht es noch um Josies Mutter und ihren neuen Freund - deren Beziehung eigentlich sehr schön ist. Der neue Freund von Josies Mutter tut der Mutter eigentlich ganz gut, aber das will Josie nicht akzeptieren. Sie vermisst ihren Vater.
Josies Oma hat einen liebenswerten Eindruck gemacht. Ich habe sie mir wie so eine richtige, etwas verrückte Omi vorgestellt, der erst keiner so recht glauben mochte, als es ums Zaubern ging.
Die Charaktere werden jedoch alle nur kurz angeschnitten und Karen Clarke geht beim Beschreiben nicht ins Detail. Das finde ich aber auch in Ordnung, da das Buch ja nur recht kurz ist.

Geschichte: 
Als Josie dann zum 27. Geburtstag von der Oma ein Zauberbuch bekommt, halten alle das erst einmal für einen Spaß. Natürlich hat niemand geglaubt, dass an der Sache etwas dran sein könnte.
Josie findet dann aber schnell heraus, dass es wohl doch stimmt und dass sie plötzlich Sachen bekommt, die sie sich wünscht.. und so beginnt, sie genauer nachzudenken, wofür sie ihre 9 Wünsche einsetzen könnte.
Ich fand die Geschichte ganz lustig. Es passiert immer etwas, das ganze ist rasant und doch kann man sich irgendwie vorstellen, wofür sie ihre Wünsche einsetzt. Das Lesen hat mir Spaß gemacht - aber es war nun auch irgendwie nichts sooo Besonderes. Ich finde, man hätte aus der Geschichte irgendwie mehr machen können. Ich weiß gar nicht, was es ist, das mich stört.. eigentlich ist das eine schöne, lustige Geschichte, aber ich hatte das Gefühl, dass alles etwas an der Oberfläche kratzt aber auch nicht mehr.

Schreibstil:
Ich finde, das ganze Buch ist etwas in "Chick-Lit-Schreibstil" geschrieben. Die mega tiefgründige, poetische Story wird man hier wohl nicht finden - aber das muss ja auch nicht immer sein :)

Insgesamt:
Eine witzige, verzauberte Geschichte, die nicht langweilig ist. Es hat insgesamt Spaß gemacht, zu lesen, auch wenn die Protagonistin bei vielen wohl nicht so gut ankommt. Wenn man sich darauf einlässt, dass es einfach leichte Kost für zwischendurch ist, kann man an diesem Buch sicherlich Spaß haben. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass irgendwas fehlt. Vielleicht war es einfach nicht die richtige Zeit für das Buch. Ich finde, man sollte "Hokus Pokus Zauberkuss" auf jeden Fall eine Chance geben - aber ich kanns auch nachvollziehen, wenn es einem nicht so gut gefällt.

Ich vergebe gute 3,5 Sterne. Ein nettes Buch für zwischendurch :)

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